Zuchtordnung

 

Diese Zuchtordnung ist anerkannt und geschützt vom German Kennel Club e.V. und allen angeschlossenen Vereinen.

 

1. Diese Zucht- und Eintragungsbestimmungen des GKC gelten als Richtlinie für die Zuchtbestimmungen aller Mitglieder. Für spezielle Rassen kann eine strengere, nicht aber mildere Zuchtordnung erlassen werden.

 

2. Alle Inzuchtverpaarungen sind meldepflichtig und bedürfen "vor" dem Deckakt der Genehmigung durch den Hauptzuchtwart. Inzestverpaarungen sind grundsätzlich verboten.

 

3. Zur Zucht zugelassen werden Hunde, die einem anerkannten zuchtbuchführenden Verein oder dessen Dachverband angehören, dessen Zuchtrichtlinien jedoch nicht weniger streng sein dürfen und auch so gehandhabt werden, als die des G.K.C. Diese müssen eine lückenlose reinrassige Abstammung im Ahnenpass eingetragen haben oder falls sie im Besitz von Registerpapieren sind, eine beglaubigte Genotypbestimmung vorlegen können. Bei Hunden, die in einem anderen Zuchtverband zuchttauglich geschrieben worden sind, muss die Zuchttauglichkeit von einem G.K.C. - Zuchtwart überprüft werden.

 

4. Ein G.K.C.-Züchter darf nicht in einem anderen Verein züchten. (Weitere Zwingernamen mit dem gleichen Hund)

 

5. Zwingerschutz:
Der Zuchtwart oder der Zuchtberater sind verpflichtet die Zuchtstätte bei Beantragung des Zwingerschutzes zu besichtigen. Über die Besichtigung ist ein Protokoll zu fertigen. Anträge auf Schutz eines Zwingernamens müssen vor der Belegung der Hündin beim Vorstand, zur Vorlage bei der Geschäftsstelle eingereicht werden. Es sollten drei Vorschläge für einen Zwingernamen eingereicht werden, der bevorzugte Zwingername ist rot zu unterstreichen. Antragsteller für einen Zwingerschutz müssen Hauptmitglieder sein und das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Jeder Züchter ist verpflichtet in jedem Kalenderjahr ein Züchterseminar mit frei wählbarem Termin, Ort, Veranstalter und Thema zu besuchen.

 

6. Zuchtzulassung und Zuchttauglichkeit:
a) Die Zuchttauglichkeit ist grundsätzlich durch einen Zuchtwart des GKC festzustellen. Ausnahmen müssen mit dem Hauptzuchtwart und dem Vorsitzenden abgestimmt werden. Zuchtwarte dürfen ihre eigenen Hunde, direkte Nachkommen sowie Hunde von Familienmitgliedern nicht zuchttauglich schreiben.


Eine Rassespezifische tierärztliche Untersuchung ist unbedingt erforderlich und muß mit Nachweisen belegt werden.

Eine Zuchttauglichkeit darf nur erteilt werden, wenn alle Nachweise vorgelegt wurden und die dementsprechenden rassespezifischen Kriterien erfüllt sind.

Die Untersuchungen müssen durch einen Tierarzt erfolgen und gegebenenfalls durch die Auswertungsstelle bestätigt werden.

Die Kosten hierfür gehen zu Lasten des Hundebesitzers. Das Ergebnis muss im Ahnenpass bzw. einem zusätzlichen Formular (sollte bei den Registrierungspapieren kein Platz dafür vorgesehen sein) eingetragen werden.

b) Bei Zahnverlusten bzw. nicht durchgebrochenen Zähnen muss eine
Bescheinigung eines Tierarztes vorgelegt werden.


c) Hunde die nach dem 01.06.1998 geworfen wurden, müssen dem Tierschutzgesetz entsprechen.

d) Die Nachzucht darf nicht kupiert werden

e) Mindestalter der Hunde für die Zuchtzulassung beträgt bei Großrassen 18 Monate und bei Kleinrassen 15 Monate.

Der vorgeführte Hund muss dem Rassestandard entsprechen, gesund, wesensfest und im gepflegten Zustand sein. Erfüllt der Hund alle Anforderungen, so wird er zur Zucht zugelassen. Zuchtsperren sind in begründeten Fällen möglich.

f) Höchstalter der Hunde für die Zuchttauglichkeit:
Die Altersgrenze ist bei Rüden und Hündinnen 8 Lebensjahre. Für hochwertige Vererber kann der Hauptzuchtwart, über dieses Alter hinaus, eine Sondergenehmigung für die Zuchtverwendung von jeweils einem Jahr für höchstens 1 Jahre erteilen. Bei Rüden auch länger. 
g) Jeder Hund, der für die Zucht im GKC eingesetzt wird und ab dem 01.01.2010 geboren ist, benötigt ein gültiges DNA-Profil. Auch Hunde, die nicht Mitgliedern des GKC gehören (z.B. Deckrüden von Vereinsfremden), müssen diese vorweisen können. Kann dies bei der Beantragung von Ahnentafeln (Kopie genügt) nicht vorgelegt werden, so werden keine Papiere für diesen Wurf erstellt. Spätere Anträge von Welpenkäufern werden nicht bearbeitet, damit diese Klausel nicht umgangen werden kann.

 

h) Jeder Hund, der durch seine Rassemerkmale im Punkt Gewicht an der Grenze der Tierschutzbestimmungen liegt (Verbot der Zucht unter 2 Kilogramm), muss im Zeitraum von 72 Stunden vor dem Deckakt  gewogen werden und darf nicht unter 2 Kilogramm wiegen.
Dies muß entweder durch den Tierarzt oder einen zuständigen Zuchtwart schriftlich bestätigt werden.

7. Häufigkeit der Zuchtverwendung:
Mit der Hündin muss nach jedem Wurf mindestens 11-12 Monate ausgesetzt werden. Wenn diese Pause nicht eingehalten wird und die Hündin gleich wieder belegt wird (Doppelbelegung), muss nach dieser Belegung 18 Monate ausgesetzt werden. Werden diese Fristen nicht eingehalten, so hat dies eine Zuchtsperre von mindestens 2 Jahren zur Folge.

Hündinnen die einen Kaiserschnitt hatten, müssen diese Frist ebenfalls einhalten, jedoch ein Attest über ihren Gesundheitszustand vorlegen. Des Weiteren führt eine Dopppelbelegung in diesem Falle zum sofortigen Ausschluss aus dem Verein.

8. Zuchtverbote:
werden verhängt bei der Zuchttauglichkeitsprüfung:
a) bei Gebiss- bzw. Zahnfehlern (s. Punkt 6)


b) Hodenfehlern (Kryptorchiden, Monorchiden)

c) Zucht ausschließenden Fehlern nach dem jeweiligen Rassestandard.

d) Hündinnen die nach zwei verschiedenen Rüden in zwei hintereinander folgenden Würfen Fehler vererben - umgekehrt gilt dieses auch für Rüden.

e) Rüden die wissentlich und geschäftlich Hündinnen ohne Ahnentafel, sowie Mischlingshündinnen belegen oder Hündinnen die wissentlich und geschäftlich von Rüden belegt wurden die keine Ahnentafel oder Zuchttauglichkeit besitzen oder Mischlingsrüden sind.

f) Wenn falsche oder unwahre Angaben auf Deck- und Wurfscheinen, manipulierte Röntgenbilder sowie unvollständige Angaben der Welpenzahl gemacht werden. Ebenso werden unseriöse Verkaufsmethoden, eine nicht artgerechte Haltung der Zuchthunde, eine Tötung von Welpen ohne medizinischen Grund durch Verwarnung, zeitlich begrenzte oder totale Zuchtsperre geahndet.

9. Wurfabnahme:
Ein Wurf muss spätestens am 3. Tage bei der Geschäftsstelle oder beim Zuchtbuchamt gemeldet werden. Sollte dies nicht möglich sein erfolgt die Meldung an den Hauptzuchtwart. Die Wurfabnahme ist von einem durch die Geschäftsstelle beauftragten Zuchtwart durchzuführen. In Ausnahmefällen nach Rücksprache mit der Geschäftsführung bzw. dem Hauptzuchtwart. (s.o.) darf die Abnahme durch einen Tierarzt erfolgen. Bei der Wurfabnahme ist das Muttertier mit vorzustellen. Ist dieses verstorben ist die Wurfabnahme vom behandelnden Tierarzt durchzuführen.


Grundsätzlich erfolgt die Wurfabnahme in der 7. Lebenswoche.

10. Kennzeichnung der Welpen:
Das anbringen des Chips muss durch einen Tierarzt erfolgen.


11. Ausstellen der Ahnenpässe für die Welpen:
Die Ahnenpässe werden vom Zuchtbuchamt nach unbeanstandeter Abnahme des Wurfes ausgestellt.

 

Änderungen der Zuchtordnung dürfen nur durch den GKC e.V., sowie den Hauptzuchtwart vorgenommen werden.

Alle Bestimmungen dieser Zuchtordnung müssen den gesetzlichen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes entsprechen. Sollte dieses sich ändern, passt sich die Zuchtordnung automatisch Diesem an.

Diese Zuchtordnung ist ab dem 05.10.2013 gültig.

 

Ergänzung lt. Beschluss vom 28.03.2015

 

zu Punkt 4: Eine internationale Registrierung ( ASCA, MASCA usw.) bei speziellen Rassen ist erlaubt.

 

zu Punkt 11: der in den Ahnenpass eingetragene Name des Welpen wird inklusive Leerzeichen auf 30 Ziffern beschränkt.